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Die Regeln von 1867

Aus diesem Jahr stammen die sogenannten Queensberry-Regeln. Diese wurden 1865 von John Sholto Douglas, 9. Marquess of Queensberry und dem britischen Athleten John Graham Chambers entworfen.

1867 wurden diese dann die Veröffentlicht und kamen 1880 bei der Schwergewichts Weltmeisterschaft erstmals zur Anwendung. Ab 1892 wurde nur noch nach diesen Reglen geboxt. Darin wurde festgehalten:

  • das Tragen von Handschuhen
  • das Auszählen bis Zehn bei Niederschlägen
  • die Rundenzeit von 3 Minuten, mit einminütiger Pause

Boxring

Der Boxring ist quadratisch. Die Seitenlängen müssen minimal 18 Fuß (5,486 m) und maximal 24 Fuß (7,315 m) betragen. Ein Standard-Boxring hat eine Seitelänge von 20 Fuß (6,1 m).

Ausrüstung

Einem Profiboxer ist es im Gegenstatz zu einem Amateurboxer nicht erlaubt, einen Kopfschutz und ein Trikot zu tragen. Zwingend notwendig sind jedoch eine kurze Hose, leichte Sportschuhe, Boxhandschuhe und Bandagen, Mundschutz und Tiefschutz.

Runden

Beim Profiboxen kann die Zahl der Runden frei festgelegt werden. Eine Runde dauert 3 Minuten. Die Pause zwischen den Runden beträgt eine Minute. Ein Kampf dauert normalerweise zwischen 6 und 12 Runden. Ein Kampf um die Weltmeisterschaft wird üblicherweise auf 12 Runden angesetzt.

Kampfentscheidungen

Ein Profiboxkampf kann wie folgt entschieden werden:

  • durch einen Punktsieg
  • durch einen Knockout (KO), also Niederschlag
  • durch einen technischen Knockout (TKO)
  • durch Aufgabe des Gegners

Auch ein Unentschieden, bzw. ein technisches Unentschieden, ist möglich.

Punktewertung

Der jeweilige Weltverband benennt drei Punktrichter. Diese bewerten jede einzelne Runde nach dem "Ten-Point-Must-System". Der Sieger einer Runde bekommt 10 Punkte, der Unterlegene in der Regel 9 Punkte. Bei Fouls, erlittenen Niederschlägen oder deutlicher Unterlegenheit kann dem Unterlegenen zusätzlich ein weiterer Punkt abgezogen werden.

Ist der Kampf zu Ende und ging über die volle Rundenzahl, werden die Punkte addiert. Jedem Punktrichter kommt dabei eine Richterstimme zu. Sieger ist, wer am meisten Richterstimmen erhalten hat.

Ein Unentschieden entsteht, wenn Punktrichter A einen anderen Boxer höher bewertet als Punktrichter B und Punktrichter C für jeden Boxer die gleiche Punktzahl vergeben hat. Ein Unentschieden ist auch möglich, wenn Punktrichter A und Punktrichter B für jeden Boxer die gleiche Punktzahl vergeben haben. Dabei spielt es dann keine Rolle mehr wie Punktrichter C bewertet.

Knockout (KO)

Kann sich ein Boxer nach einem Niederschlag nicht innerhalb von 10 Sekunden kampffähig präsentieren, ist der Kampf durch Knockout (KO) entschieden. Der Ringrichter entscheidet, wann ein Boxer anzuzählen ist. Allein er entscheidet auch, ob der angezählte Boxer wieder kampffähig ist. Wird der Kampf anschließend durch den Ringrichter abgebrochen oder einer der Boxer gibt freiwillig auf, ist der Kampf durch technischen Knockout (TKO) entschieden.